Membra Nexus Academy · Wundkongress

Fortbildung · Medizin & Pflege

Chronische Wunden: interdisziplinäre Fortbildung

Welche Perspektiven gehören zur Versorgung chronischer Wunden? Der Membra Nexus Wundkongress greift diese Frage mit dem Wundökosystem auf: Lokale Vorgänge, systemische Zusammenhänge, der Alltag der Betroffenen und die Zusammenarbeit der Fachkräfte werden gemeinsam betrachtet.

13.–15. November 2026Parkhotel Pforzheim & online

Biologische Grundlagen und Ernährung

Dipl.-Biol. Carmen Boldt eröffnet den fachlichen Teil mit biologischen Grundlagen, Mikrobiom und lokalen Einflussfaktoren. Holger Wilke behandelt am Samstag ernährungsmedizinische Aspekte bei chronischen Wunden. Damit stehen sowohl die lokale Wundsituation als auch der gesamte Organismus im Fokus des Programms.

Diese Beiträge sind als fachliche Fortbildung zu verstehen. Sie liefern keine pauschalen Therapieempfehlungen für individuelle Patientinnen und Patienten; die konkrete Versorgung verlangt eine fallbezogene Einschätzung.

Diagnostik, Verfahren und strukturierte Versorgung

PD Dr. med. Anna J. Schreiner spricht über regenerative Therapieansätze, physikalische Verfahren, Thermographie und Evidenz. Marco Völlmer behandelt physikalisches Kaltplasma in der Wundtherapie. Carmen Rösch widmet sich dem Erkennen, Differenzieren und strukturierten Versorgen chronischer Wunden.

Weitere Programmpunkte mit Dr. med. Oliver Prätorius D.O.M. beleuchten funktionelle Zusammenhänge. Die Gegenüberstellung verschiedener Perspektiven ermöglicht fachliche Diskussion, ohne einzelne Verfahren als allgemeingültige Lösung darzustellen.

Den Menschen hinter der Wunde einbeziehen

Mit Dr. med. Ulrich Zoch steht „Medizin trifft Betroffenenperspektive“ auf dem Programm. Der Beitrag ergänzt fachliche Inhalte um die Sicht eines Mediziners, der selbst betroffen ist. Das Wundökosystem berücksichtigt außerdem Schmerz, Lebensqualität, Alltag und Kommunikation als Themen des menschlichen Versorgungskontexts.

Für Medizin und Pflege eröffnet das einen gemeinsamen Gesprächsrahmen: Neben der Wunde bleibt die Lebenssituation des Menschen sichtbar. Die kostenfreie Übersicht „Wundökosystem auf einen Blick“ fasst die thematischen Felder kompakt zusammen.

Wissen zwischen Disziplinen weitergeben

Am Sonntag beschäftigt sich Martin Düblin mit künstlicher Intelligenz und digitalem Wissenstransfer in der interdisziplinären Medizin. Anschließend folgt eine fachliche Diskussion über KI, Wissensqualität und Verantwortung. Die Zusammenführung der Fortbildungsinhalte bildet den Abschluss des Wochenendes.

Der Kongress findet am 13.–15. November 2026 im Parkhotel Pforzheim und online statt. Wer diese Themen vertiefen möchte, kann das Programm auf der Kongressseite prüfen und die passende Teilnahmeform auswählen. Der Kongress wird nicht als ICW-Ausbildung oder ICW-Rezertifizierung ausgewiesen.

Den Kongress kennenlernen

Programm, Referierende und die kostenfreie Übersicht „Wundökosystem auf einen Blick“ finden Sie auf unserer Kongressseite.